Adventskonzert 2009

11. Dezember 2009, 19:00Uhr Maria Königin Baldham
12. Dezember 2009, 17:00Uhr Immanuelkirche München-Denning

Adventssingen


Werke von Hassler, Purcell, Pachelbel, M. Haydn, Saint-Saens u.a


Neue Chorgemeinschaft Vaterstetten

Flötenensemble der Immanuelkirche

Grimbaldi Stub'n Musi

Orgel: Thomas Pfeiffer

Leitung: Konstantin Köppelmann



 

Und das konnte man in der SZ über unser Konzert lesen:

Ebersberger SZ vom 14.12.09

Besinnliches aus dem Weihnachtsliederbuch

Vaterstettener Neue Chorgemeinschaft und Freunde verzaubern ihr Publikum

Kein Moderator, kein Zwischenapplaus - nichts hat das stimmungsvolle Adventssingen in der Kirche Maria Königin in Baldham am Freitagabend unterbrochen. Das Adventssingen indes war mehr als Singen. Neben der Neuen Chorgemeinschaft Vaterstetten, die in Teilen Unterstützung von Thomas Pfeiffer an der Orgel erhielt, sorgten auch das Flötenensemble der Münchner Immanuelkirche und die Grimbaldi Stub'n Musi für ein besinnliches Adventsprogramm, dass die Zuhörer in vorweihnachtlicher Atmosphäre genießen konnten.

Unter der Leitung von Konstantin Köppelmann nahm der an diesem Abend 52köpfige vierstimmige Chor seine Zuhörer mit auf eine gesangliche Reise durch drei Jahrhunderte. Kraftvoll und in harmonischer Verbundenheit schwollen die Stimmen im vorderen Teil des Gotteshauses an, schraubten sich empor, um schließlich gemeinsam ihren Weg zurück in die Stille zu finden.

Weiterlesen: Und das konnte man in der SZ über unser Konzert lesen:

 

Michael Haydn 2009

Maria Königin, Baldham, Sonntag, 21. Juni 2009 – 19 Uhr


JOHANN MICHAEL HAYDN


OFFERTORIUM
pro festo cujuscunque
Sanctae Virginis et martyris C-DUR (1778)

MISSA
in honorem Sanctae Ursulae C-Dur (1793) „Chiemseemesse“

COMPLETORIUM
C-Dur (1802)


Alice Oskera-Burghardt – Sopran
Florian Mayr – Altus
Markus Roberts – Tenor
Christian Schmidt – Bariton
Tobias Skuban – Orgelpositiv

Chor bei Haydn 2009


Neue Chorgemeinschaft Vaterstetten
Barockensemble „Sans-Souci“
auf historischen Instrumenten  a = 430’ (Neidhard 1729)

Leitung: Konstantin Köppelmann


Neben Wolfgang Amadeus Mozart, der im Jahr 1781 seine Vaterstadt endgültig verließ, war Johann Michael Haydn (1737 – 1806) in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der bedeutsamste Musiker, der am fürsterzbischöflichen Hof in Salzburg wirkte, und der weit über dessen Grenzen hinaus berühmt wurde. Obwohl Johann Michael Haydns Schaffen alle damals üblichen Gattungen der Musikpflege umfasste – er schrieb neben zahllosen Symphonien und Serenaden  auch Opern und verschiedene Singspiele – war er zu seinen Lebzeiten vor allem als Kirchenmusiker bekannt und hoch geachtet. Freilich berührt jene Äußerung Joseph Haydns über den jüngeren Bruder gegenüber dem Verleger Georg August Griensinger gleich zwei Bereiche, die für Johann Michaels Leben als Komponist von entscheidender Bedeutung waren: „In der Kirchenmusik verdienen die Arbeiten seines Bruders, Michael Haydn, eine der ersten Stellen; es sey aber nur schade, dass dieses Fach so schlecht bezahlt werde, denn man könne sich mit einem Dudelsack mehr verdienen, als mit Offertorien und Messen“.


Der von Bescheidenheit und tiefer Frömmigkeit geprägte Charakter Johann Michael Haydns hielt ihn von 1763 bis zu seinem Tode 1806  bei mäßiger Bezahlung im Dienste der Salzburger Fürsterzbischöfe. Zunächst unter Mozart nur als “Hofmusicus und Concertmeister“ angestellt, übernahm er 1777 zusätzlich die Organistenstelle an der Dreifaltigkeitskirche und wurde am 30. Mai 1782 schließlich nach Mozarts Zerwürfnis mit dem Fürsterzbischof als dessen Nachfolger zum 1. Hof- und Domorganisten ernannt.  Der größte Teil seiner unübersehbar vielen Kompositionen wurde zu Johann Michaels Lebzeiten niemals im Druck veröffentlicht, und auch die ihm vom Fürsten Esterházy noch 1802 angebotene Stelle als Hofkapellmeister in der Nachfolge seines Bruders Joseph schlug er aus. Karrieredenken und ein – vielleicht auch finanzielles – „Fortkommen in der großen Welt“ blieben ihm Zeit seines Lebens fremd. Zeugnis für die von ihm selbst vielleicht gar nicht so wahrgenommene eigene Berühmtheit legen Kompositionsaufträge des Kaiserhofes in Wien, des spanischen Hofes in Madrid und die Aufnahme in die „königliche Schwedische Musikakademie“ ab. Zu seinen Schülern gehörten Carl Maria von Weber und Anton Diabelli. Johann Michael Haydn blieb auch beim Einfall der Franzosen in seinem geliebten Salzburg und starb nach langer Krankheit verarmt und einsam am 10. August 1806. Den Tod des einzigen Kindes, der Tochter Aloisia Josepha, die er mit seiner Frau, der Hofsängerin Magdalena Lipp hatte, verwand Johann Michael Haydn bis zu seinem Tode nicht.

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Fotos vom Konzertabend






Christian Schmid, Markus Roberts, Florian Mayr, Alice Oskera-Burghardt, Konstantin Köppelmann (v. li.)

 

Und das schrieb die Presse über unser Konzert:

Münchner Merkur, 18./19. Juli:

Glanzvoller geht's nicht

Es gehört zum Kulturknigge, dass bei Kirchenmusik zwischen den einzelnen Sätzen eines Werkes nicht geklatscht wird. Und so ruhten anlässlich des großartig von der Neuen Chorgemeinschaft, dem Barockensemble "Sans-Souci" sowie den Solisten Alice Oskera-Burghardt (Sopran), Florain Mayr (Altus), Markus Roberts (Tenor), Klaus Schredl (Bariton) und Tobias Skuban (Orgel) vorgetragenen Konzerts mit der Musik Johann Michael Haydns die meisten Hände das Programmheft festhaltend.
Die Versuchung mitzuklatschen war ziemlich groß, denn die Freude über bestens Dargebotenes war enorm. Einerseits weil es Konstantin Köppelmann, dem musikalischen Leiter des Vaterstettener Chores exzellent gelungen war, in nur wenigen Proben die einzelnen Klangkörper zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden.

Weiterlesen: Und das schrieb die Presse über unser Konzert:

 

Die Ebersberger SZ schrieb :

Die Größe des kleinen Bruders

Neue Chorgemeinschaft feiert Johann Michael Haydn

Es ist wirklich erstaunlich, welche Renaissance die Musik Johann Michael Haydns zur Zeit erlebt. Jahrzehntelang als Produzent kirchlicher Gebrauchsmusik abgetan, gilt das riesige Werk des jüngeren Bruders von Joseph Haydn inzwischen als Fundgrube für großartige geistliche Musik. Auch die Neue Chorgemeinschaft Vaterstetten widmete sich mit großem Engagement in  ihrem Jahreskonzert in der Pfarrkirche Maria Königin dem Werk des Komponisten. Der 1996 gegründete Chor mit etwa 65 Sängern wurde dabei auf historischen Instrumenten unterstützt vom Barockensemble "Sans-Souci", dass im Allegro der mozartschen Kirchensonate in C-Dur sein Können zeigte.
Es war eine Freude, dieses Orchester im Zusammenspiel mit dem sehr flexiblen Chor zu hören. Unter der präzisen Führung des musikalischen Leiters Konstantin Köppelmann gelang es, die komplexen Strukturen in der berühmten Chiemsee-Messe klar herauszuarbeiten. Große Ansprüche stellt Haydn an die Dynamik, verlangt ein mächtiges Fortissimo ebenso wie ein zartes Piano. Das schaffte der Chor besonders eindrucksvoll im Credo. Als Solisten überzeugten die Sopranistin Alice Oskera-Burghardt, Florian Mayr in der Alt-Partie, der Tenor Markus Roberts und der Bariton Christian Schmid.
Der Höhepunkt des Konzerts aber war überraschenderweise ein kleines, eher unbekanntes Werk Haydns: das 1802 entstandene "Completorium in C-Dur" ist eine wunderschöne Vertonung mehrerer Psalmen. Vom Orchester angetrieben, durch einen ständig pulsierenden Rhythmus, der bis zum Schluss durchgehalten wird, erheben sich darüber leicht und locker die Singstimmen in großen und weitgespannten Bögen, oft in Terzen, fein umspielt von den Geigen. Und wenn dann die Bläser und der Chor in aufsteigenden Tonleitern die Allmacht Gottes preisen, dann erkennt man die Größe des bescheidenen Kirchenmusikers Johann Michael Haydn.
(Edith Reim)