Historie 2004
Zwischen Altar und Bühne - Mozart 2004
10. Juli 2004 - Kleines Theater Haar
11. Juli 2004 - Pfarrkirche Vaterstetten
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Litaniae de venerabili altaris Sacramento B-Dur KV 125
Regina coeli B-Dur KV 127
Litaniae Lauretanae D-Dur KV 195
Beate Gartner - Sopran
Lori Liebelt - Alt
Hubert Schmidt - Tenor
Matthias Ludwig - Bariton
Tobias Skuban - Orgelpositiv
Neue Chorgemeinschaft Vaterstetten
Denninger Kammerorchester
Leitung: Konstantin Köppelmann
“Zwischen Altar und Bühne”
Sie stehen zwischen den Messzyklen und den oft einsätzigen „kleineren“ Kirchenwerken Mozarts: Die vier umfangreichen, mehrsätzigen Litaneien.
Schon bei der oberflächlichen Durchsicht der Partituren ist nicht zu übersehen, dass der musikalischen Freiheit des Komponisten hier im Gegensatz zu den heute viel bekannteren Mess-Kompositionen offensichtlich deutlich weniger Grenzen gesetzt waren. Weil sich die Messen in den üblichen Sonn- und Festtagsgottesdienst einzufügen hatten, der bis ins kleinste Details seines zeitlichen Ablaufs straff durchorganisiert war, bewegt sich auch das von Mozart komponierte „Ordinarium“ in einem entsprechend klar definierten und relativ beengten Rahmen.
In den Litaneien hingegen findet man aus Zeitgründen nur knapp Angedeutetes, oder die in den Messen oft gerügten „Textschachtelungen“ überhaupt nicht, da sie unter völlig anderen liturgischen Rahmenbedingungen aufgeführt wurden und abgesehen von der zeitlichen Begrenzung auch in Fragen der Orchesterbesetzung viel größer dimensioniert sein konnten. Das in den Messkompositionen bei der Besetzung der Streicher übliche „Salzburger Kirchentrio“ – 2 Violinen und Baß – wird hier selbstverständlich wieder zum Quartett mit teilweise sogar geteilten Stimmen für die Bratschen erweitert und die Besetzung der Bläser mit jeweils zwei Oboen, Flöten, Hörnern, Trompeten und Fagott ist ebenfalls deutlich größer als die fast aller Mozartscher Messen.
Erst seit dem 16. Jahrhundert galt den Litaneien, die ihre Wurzeln in kunstvollen Gebets- und Prozessionsgesängen haben (also im engeren Sinn außerhalb der Messe), ein breiteres Interesse und Komponisten begannen vielfältige mehrstimmige Vertonungen dieser Texte zu schreiben.
Adventskonzert 2004
Freitag 3. Dezember 2004 - Mariae Sieben Schmerzen (Haar)
Samstag, 4. Dezember 2004 - Ev.-Luth. Immanelkirche (München/Denning)
ADVENTSKONZERT
Werke von Baltasar Fritsch, Johann Eccard, J.S.Bach, G.Fr.Händel, Johannes Brahms, Max Reger, Camille Sait-Saens und K.Köppelmann, sowie volkstümlich Weisen des 18. und 19. Jahrhunderts
Grimbaldi Stub’nmusi
Posaunenchor der Immanuelkirche
Leitung: Dr. Joachim Schubert
Neue Chorgemeinschaft Vaterstetten
Leitung und Orgel: Konstantin Köppelmann