Unser Chorleiter
Die musikalische Leitung der Neuen Chorgemeinschaft Vaterstetten liegt seit der Gründung 1996 in den Händen von Konstantin Köppelmann, der im schwäbischen Biberach geboren wurde, und seine Schulzeit in München verbrachte.
Seine Ausbildung in Form eines Doppelstudiums Evangelischer Kirchenmusik und dem zweiten Hauptfach Gesang absolvierte er am Salzburger Mozarteum und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Seit 1992 ist er Kantor der ev. luth. Immanuelkirche in München-Denning und arbeitet daneben solistisch als Sänger und Instrumentalist, sowie als freies Mitglied des Bayrischen Rundfunkchores.
Neben der Tätigkeit als Kantor, Sänger und Instrumentalist komponierte Köppelmann für seine beiden Chöre auch eine Reihe geistlicher und weltlicher Werke, bei denen er auf ganz eigene Weise Kirchentonarten, mittelalterliche Musik und moderne Harmonien miteinander verbindet. Eine große Vorliebe und ein besonders ausgeprägtes Einfühlungsvermögen besitzt Köppelmann für die Musik des frühen 17. bis späten 18. Jahrhunderts und deren möglichst werkgetreuer Wiedergabe auf Instrumenten der Zeit. Er rekonstruierte und ergänzte behutsam Bachs „Markuspassion“ für mehrere Aufführungen in den vergangenen Jahren und vervollständigte auch die Partitur von Purcells Oper Dido and Aeneas.
Aufführungen von unbekannter und oft sehr zu Unrecht vergessener Musik wie z.B. der Oper Proserpina des Mozart-Zeitgenossen Joseph Martin Kraus im Juli 2003 sind Köppelmann ein besonderes Anliegen, da sie immer wieder eindrucksvoll beweisen, daß Komponisten ihre Inspirationen nicht aus einem luftleeren Raum heraus empfangen haben und das es viel mehr gute Musik gibt, als dieses der gängige und manchmal sehr einseitige Konzertbetrieb suggeriert. Als Münchner Erstaufführungen waren in der Immanuelkirche Denning die beiden Esther-Oratorien von Carl Ditters von Dittersdorf und von Georg Friedrich Händel zu hören, sowie als erste Weltwiederaufführung seit 1772 auch das italienische Oratorium Gioas, rè di Giuda von Johann Christian Bach. Die Vermittlung von musikalischen Inhalten abseits der gängigen Hörgewohnheiten liegt Köppelmann neben einer lebendigen Werkinterpretation besonders am Herzen und bewirkte in den vergangenen Jahren auch immer wieder den Zulauf neuer Chormitglieder.